Im Mai 1993 wurde mit den vorbereitenden Erdarbeiten begonnen.

Einbau des mineralischen Dichtungsmaterials im
Böschungsbereich in der Neigung 1 : 3
Auf dem Grundplanum der Böschungen wurde die mineralische Dichtung aus Geschiebemergel in drei Lagen á 25 cm bei einer Mindestbasisdicke von > 75 cm eingebaut.

Der Mergel wurde von der Deponiesohle und über die Böschungskrone angefahren und von dort aus durch Bagger verteilt und eingebaut. Mit Hilfe von Lasern und Böschungslehren wurde die Einhaltung der vorgegebenen Einbauhöhen überwacht.

Die lagenweise Verdichtung des Mergels erfolgte durch den Einsatz einer Schaffußwalze. Dabei ist die Anzahl der "Übergänge" entscheidend für den Grad der Verdichtung. Die Oberfläche der letzten Lage wurde nach vorheriger Verdichtung mit einer Tandemwalze geglättet, damit das anfallende Niederschlagswasser ungehindert abfließen kann.
Lagenweise Verdichtung mit der Schaffußwalze
In regelmäßigen Abständen wurde Probekerne der einzelnen Mergellagen entnommen. Durch Eigenüberwachung und Fremdüberwachung - Erdbaulabor Enders & Dührkop - wurden Wassergehalt, Dichte und Durchlässigkeit der Proben ermittelt. Der kurze Weg von der Deponie zum Labor ermöglichte eine schnelle Information nach erfolgter Analyse. Das mineralische Dichtungsmaterial wurde in der Grube der Firma Ernst Krebs KG in Schönbek bei Bordesholm gewonnen. Aus dem gleichen Material wurde die mineralische Dichtung der Abfallentsorgungsanlage der Stadtwerke Neumünster hergestellt. Alle dort gemessenen Analysewerte - seit 1990 - waren besser als behördlich gefordert.

Überprüfung der Verdichtung durch Entnahme von Probekernen

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